Mitarbeiter-Interview mit Nils Haberstroh

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Mitarbeiter-Interview mit Nils Haberstroh

Viele Jahre stand Nils in verschiedensten Musicalrollen auf der Bühne und hat das Publikum mit Gesang, Schauspiel und Tanz begeistert. Seit einem halben Jahr ist er jetzt Entwickler bei Materna und zeigt, dass es nie zu spät ist neue Dinge zu lernen. Wie es dazu gekommen ist, hat er unserer Online-Redaktion erzählt.

Vom Musicaldarsteller zu Materna. Wie bist du darauf gekommen, in der IT zu arbeiten und seit wann bist du dabei?

Während meiner Zeit als Musicaldarsteller habe ich darüber nachgedacht, ob ich das für immer weitermachen will, und ob das überhaupt geht. Ich bin nach einigen Überlegungen zu dem Schluss gekommen, dass ich entweder Solist werden oder mich gänzlich umorientieren sollte. Um als Solist erfolgreich zu werden, hätte ich mich mehr auf Gesang und Schauspiel fokussieren müssen, wodurch ich meine Stärken im Bereich Tanz und Akrobatik nicht mehr hätte ausspielen können. Auch wäre das ein härterer Kampf durch noch weniger Rollen geworden, weshalb ich mich für ein solideres und zukunftsorientierteres Leben entschieden habe.

Wie genau ging es dann weiter für dich?

Auf dem Weg zur IT bin ich zunächst noch einen Umweg über ein duales BWL-Studium gegangen, das ich an der internationalen Berufsakademie (iba) und in einem Unternehmen in Wuppertal absolviert habe. In der Firma war ich im Sales und Marketing tätig, bin dabei aber auch immer mehr mit der IT in Kontakt gekommen. Durch die regelmäßige Arbeit mit Software-Produkten und die Inspiration durch unseren Inhouse-Entwickler hatte ich den Wunsch, tiefer in diese Welt einzutauchen. Daraufhin habe ich angefangen zu coden, da das Sprechen mit Computern ja nur über Programmiersprache funktioniert. Da ich daran viel Spaß hatte, wollte ich professionell in diesen Bereich einsteigen und bin schließlich im Oktober 2019 bei Materna gelandet.

Was ist deine Aufgabe bei Materna?

Angefangen habe ich als Java-Trainee. Inzwischen bin ich Junior Java Entwickler, da mein Trainee-Programm nun abgeschlossen ist. Ich befasse mich mit allem rund um Software-Entwicklung. Die genaue Aufgabe hängt vom Projekt ab. Seit Januar arbeite ich in einem Server-Migrations-Projekt. Gemeinsam mit anderen Trainees und erfahrenen Entwicklern bearbeiten, lesen und schreiben wir Code von alten Software-Varianten, auch Legacy Code genannt. Dies ist wichtig, da zuvor geschriebene Elemente durch Veränderungen hinterher in einer neuen Laufzeitumgebung nicht mehr funktionieren. Ich lese dabei viel Code und informiere mich über Technologien, das heißt, wie sie früher funktioniert haben und wie sie heute funktionieren.

Welche Aspekte bevorzugst du bei deiner neuen Arbeit, die du vorher nicht hattest?

Alleine schon die Tatsache, dass ich Software und Programmieren so faszinierend finde und ich mich jetzt damit beschäftigen darf. Auch Musicaldarsteller zu sein ist genial, aber die Stetigkeit jetzt, und dass ich selbst an etwas arbeiten kann, sind ein Vorteil. Bei Musicals bekommen Darsteller sehr strikte Anweisungen, sodass die Dinge nach einiger Zeit einfach abgerufen werden können und dadurch nur noch wenig Kreativität gefordert ist. Bei Materna bekomme ich zwar auch meine Richtlinien, bin aber auch selbst viel gefragt. Wir arbeiten hier in Teams, kommunizieren miteinander und haben am Ende ein Ergebnis, das Bestand hat. Beim Musical ist das Ergebnis im Gegensatz dazu sehr vergänglich. Und natürlich sind auch die Arbeitszeiten und die dadurch entstehende Flexibilität ein wichtiger Punkt. Bei einem Musical bekommt ein Darsteller in der Regel einen Vertrag für maximal zwölf Monate und arbeitet zu Zeiten, an denen andere frei haben, insbesondere an Feiertagen. Hier bei Materna habe ich klare Arbeitszeiten, in denen ich mich frei bewegen kann.

Sind einige der Fähigkeiten, die du als Musicaldarsteller brauchtest, auch für deine Aufgaben bei Materna nützlich?

Ja, ich glaube schon. Während der Trainee-Phase haben wir uns zum Beispiel mit Präsentationstechniken beschäftigt, das heißt, wie wir ein Thema vorstellen. Ich bin zwar immer noch ein bisschen nervös, wenn ich etwas präsentiere, aber durch die Schauspielausbildung war ich schon gut darauf vorbereitet, vor Leuten zu stehen. Ansonsten gibt es noch Parallelen, was die Konzentrationsfähigkeit betrifft. Zum Beispiel war ich bei Starlight Express immer zwei Stunden vor Showbeginn am Theater, um mich auf die Show vorzubereiten. Das ist ja eine Show, in der besonders viel passieren kann, wenn Darsteller unkonzentriert sind. Diese Konzentrationsfähigkeit ist auch hinter dem Computer nützlich. Ich kann mich auch sehr gut auf neue Dinge einlassen, da ich im Theater nach spätestens zwölf Monaten ein komplett neues Stück lernen musste. Daher bin ich immer bereit für neuen Input, was in der IT auch wichtig ist, da es auch hier ständig Neues gibt.

Was gefällt dir bei Materna?

Jede Menge! Besonders das Kommunikationswesen finde ich sehr angenehm. Ich werde hier nicht mit E-Mails erschlagen, sondern wichtige Sachen werden explizit kommuniziert. Das ganze Klima ist unglaublich freundschaftlich und harmonisch. Da fällt besonders die Hallo-Kultur ins Auge. Es gibt wirklich niemanden, der nicht grüßt. Das macht den Einstieg extrem einfach, da alle total nah sind und ich jederzeit Fragen stellen kann und wertvolles Feedback bekomme. Was mir auch noch gefällt, ist das Trainee-Programm, von dem ich ja selbst profitiert habe. Es wird hier großer Wert darauf gelegt, die Mitarbeiter optimal auszubilden.

Was würdest du jemandem raten, der in einem komplett anderen Bereich arbeitet und überlegt, in die IT einzusteigen?

Auf jeden Fall machen! Begeisterung für das Thema ist schon mal der Grundbaustein, wenn der Wille da ist, die Zeit zu investieren. Es lohnt sich auf jeden Fall. Es gibt auf dem Weg zwar auch Herausforderungen, weil es sehr komplexe Themen gibt, aber auch die lassen sich bewältigen. Das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist zum Beispiel Quatsch. Diese Erkenntnis ist mir bei Starlight Express gekommen. Dort kommen jedes Jahr viele Leute zusammen, die noch nie auf Rollschuhen standen, und die die Show nach drei Monaten Probenzeit zumeist problemlos fahren können. Die meisten Dinge lassen sich noch später lernen. Ich habe auch erst mit 33 Jahren Programmieren gelernt und bin jetzt Entwickler. Es lässt sich sehr viel selbst beibringen, wenn der Wille stimmt.

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